Schalte alles ab, was nicht zeitkritisch ist: Social-Media-Pings, Werbehinweise, unwichtige E-Mails, Breaking-News-Pop-ups. Erlaube Ausnahmen nur für Menschen und Ereignisse, die wirklich deine unmittelbare Aufmerksamkeit brauchen. Konfiguriere Zusammenfassungen zu festen Zeiten, damit du Informationen gebündelt statt zerstückelt verarbeitest. Lege für Gruppenchats stumme Perioden fest. Beobachte, wie die Stille zunächst ungewohnt wirkt, dann befreiend. Jede nicht aufpoppende Nachricht ist eine Einladung, bei deiner aktuellen Aufgabe zu bleiben und tiefer zu arbeiten.
Gestalte die erste Seite deines Smartphones wie einen aufgeräumten Schreibtisch: nur wenige, absichtsvoll gewählte Apps, keine bunten Ablenkungen, idealerweise ein ruhiges Hintergrundbild. Platziere Werkzeug-Apps sichtbar, Unterhaltung hinter Ordnern oder auf entfernten Seiten. Entferne Such-Widgets, die impulsives Scrollen triggern. Wenn Zugänge weiter weg liegen, wählst du bewusster. Diese kleine Distanz schenkt dir täglich Hunderte stiller Entscheidungen zugunsten von Fokus und Frieden. So wird dein Gerät vom Unterhaltungskiosk zum hilfreichen, leisen Arbeitsinstrument.
Prüfe E-Mails in klaren Blöcken, etwa zwei- bis dreimal pro Tag, statt im Dauerlauf. Nutze Filter, um Newsletter zu bündeln, und archiviere mutig. Setze kurze, freundliche Antworten, wenn keine lange Erklärung nötig ist. Lege eine Warteliste für nachdenkliche Antworten an, damit du nicht ständig zwischen Tiefarbeit und Posteingang springst. Definiere eine Endzeit, nach der du E-Mail schließt. Der Rhythmus erzeugt Vertrauen: in dich, in deine Prozesse, und in die Erfahrung, dass nichts zerbricht, wenn du kurz nicht erreichbar bist.